IVD erwartet 2010 steigende Wohnungsmieten und uneinheitliche Kaufpreisentwicklung

* Mieten steigen flächendeckend

* Kaufpreise für Wohneigentum in Großstädten und Metropolen steigend, in kleineren Städten stabil bis leicht rückläufig

* In deutschen Großstädten zeichnet sich ein Mangel an kleinen Wohnungen ab

Für das Jahr 2010 erwartet der Immobilienverband IVD einen Anstieg der Wohnungsmieten in Deutschland. Die Kaufpreise für Einfamilienhäuser und Neubaueigentumswohnungen hingegen werden nach Einschätzung des Verbandes nur in deutschen Großstädten und den Metropolregionen steigen. „Vermehrte Zuzüge in die Ballungsräume und ein Anstieg der Haushalte hinterlassen ihre Spuren. Miet- und Kaufpreissteigerungen sind die logische Folge“, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD Bundesverbands. Der zu geringe Neubau von Mietwohnungen, vor allem in den Ballungsgebieten, bleibt laut IVD auch in diesem Jahr das Sorgenkind der Branche. „Ohne gesetzgeberischen Impuls wird der Neubau von Wohnungen nicht nachhaltig anziehen“, sagt Schick. Der dringend erforderliche Neubau von Wohnungen, vor allem in den Ballungsgebieten, werde nicht ausreichend stimuliert. „Als Folge des fehlenden Neubaus steigen die Preise“, erklärt Schick.

„Die deutschen Mieter werden 2010 von weiteren Preisanstiegen betroffen sein“, sagt der IVD-Vizepräsident. Der IVD prognostiziert einen Anstieg der Nettokaltmieten zwischen einem und 1,5 Prozent. Im Mietwohnungsmarkt werden vor allem attraktive Lagen in Großstädten betroffen sein. Auch in Mittel- und Kleinstädten werden laut IVD die Neuvertragsmieten steigen. In mehreren deutschen Großstädten sei zwischenzeitlich ein Mangel an kleinen Wohnungen zu verzeichnen. Dies mache sich angesichts der Zunahme von Einpersonenhaushalten besonders bemerkbar.

Für die Preise von Wohneigentum erwartet der IVD im Jahr 2010 vor allem in deutschen Großstädten Steigerungen. In kleineren Städten, im ländlichen Raum sowie in Abwanderungsgegenden werden die Preise stabil bis leicht rückläufig sein. Die Preisveränderungen werden im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt bei ein bis zwei Prozent liegen. „Eine verstärkte Nachfrage erfahren mittlere und gute Lagen in den Ballungsräumen“, prognostiziert Schick. Das Luxuswohnsegment werde sich nach Prognosen des IVD auf dem Niveau des Jahres 2009 bewegen. Im Segment der Eigentumswohnungen werden vor allem Neubauangebote im Preis steigen. Bei Eigentumswohnungen im Bestand hingegen rechnet der IVD mit einer stagnierenden Preisentwicklung. Nach Ansicht des IVD gilt 2010 die Formel, dass die Preissteigerungen umso größer sind, je größer die Stadt und je besser die Lage der Immobilie ist.

Quelle: www.ivd.net

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